Ähnlich wie ich sehr oft gefragt werde ich ob am oder in der Nähe vom Tempelhofer Feld wohne, was ich (leider) nicht tue, werde ich oft gefragt wie lange ich fotografiere und was alles...
Ich fotografiere fast alles, außer Autos (meistens langweilig), Tauben (uff, mag ich nicht) und fremde Kinder (wo fange ich da an, sie bedürfen besonderem Schutz).
Nun aber zu Sache. Ohne groß auszuholen, (m)ein Weg wieder mit der Fotografie anzufangen: Trennung, Depression, viele Wanderungen im Umland und angenervt vom immer gleichen Look der Telefonfotos sein.
Und die Anfänge? Hätte ich nicht auch Jahre davor gerne, viel fotografiert, wäre ich sehr wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, diese wunderbare Betätigung wieder aufzunehmen.
Analoge Kameras, im Urlaub. In der Abi Zeit habe ich dann mit der ersten digitalen Kamera Mitschüler:innen fotografiert. Die Sammlung gibt es auch noch. Im Studium waren es die Exkursionen und die "benötigten" Fotos für die Nachtreffen. Irgendwann, mit dem ersten Smartphone verlief sich dieses Hobby etwas. So eine kleine Lücke im Lebenslauf so zu sagen...
Zurück zur aktuellen Lage. Als meine (aktuelle) Kamera hier ankam habe ich direkt losgelegt. Zur Vorbereitung hatte ich etwas die YouTube Uni besucht. Kamera-Einstellungs-Setup Anleitungen recherchiert. Abfahrt. Von Tag eins bin ich im manuellen Modus unterwegs. Ich wollte und will alle Möglichkeiten dieses Geräts in vollem Umfang ausschöpfen.
Die Kamera hat mich also vor die Haustür gezerrt, wie vorher niemand anders. Mit der Kamera ging es erst auf Wanderungen im Umland, es folgten Streifzüge durch die Stadt, gezieltes Aufsuchen von Spots, Sonnenauf- und -untergänge. Gebäude. Spiegelungen... Heute sind es Menschen, Licht und Schatten, viel im Dunkeln unterwegs sein, experimentelle Dinge wie Mitzieher (panning shots), ICM (intentional camera movement), Sterne und Polarlichter, Langzeitbelichtungen. Eine intensive schwarz/weiß Phase hat nach wie vor bestand.
Oder anders: Kamera an - Kopf aus.
Ein Instagram Profil gab es schon davor. Ich dachte es wäre cool, Dinge, die ich aus Holz gebaut habe zu fotografieren. Den Bauprozess zu dokumentieren. Auch etwas Foodblog mäßiges war dabei, vor allem selbst gebackenes Brot. Durch die Plattform habe ich relativ schnell herausgefunden, dass es etwas gibt was sich Fotowalk nennt. Ich habe am ersten Walk teilgenommen, dann am zweiten, usw. und so entstanden Freundschaften, reger Austausch über wer, wie, wo, was... Netzwerken.
Mitterweile bin ich mit einem sehr feinen 40mm Objektiv unterwegs, dass nicht nur klein sondern auch ziemlich leicht ist. Wie es so schön heißt, die beste Kamera ist die, die du in der Hand hast. Dieses Setup macht es möglich. So ist die Kamera eigentlich immer dabei. Vor kurzem ist eine analoge Kamera hier eingezogen. Der erste Film ist aktuell in der Entwicklung...ich bin gespannt!!! Aber das ist ist eine andere Geschichte.